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KANALSANIERUNG DURCH SCHLAUCHLINING

Aktualisiert: 8. Juli

Ein Schlauchliner wurde heute in Wendelstein in eine 45,5m lange Haltung eingezogen und hat dadurch einen Teil des bestehenden Mischwasserkanals (DN 800) saniert.


Prinzip des Schlauchliners: Da es innerhalb dieser Haltung mehrere Schäden gibt, wird ein sogenannter Schlauchliner eingezogen und ausgehärtet. Es liegt dann sozusagen ein zweites, neues Rohr innerhalb des Altrohrs mit geringem Abstand (Ringspalt) zur Innenwand der ursprünglichen Haltung.


Ablauf: Zuerst wird der Liner, bestehend aus einem mit Harz imprägnierten Trägermaterial, mittels einer Winde auf einer Gleitfolie in die Haltung eingezogen. Dieser wird anschließend an Anfangs- und Endschacht befestigt und luftdicht verschlossen (Bild 1).


Mit Hilfe eines Kompressors wird Luft in den Liner eingeblasen und somit wird der Schlauch auseinander und in Form gepresst. Die Aushärtung findet hier über eine UV-Lichthärtung statt, wobei eine sogenannte Lichterkette (Bild 2,3,4) durch die Haltung gezogen wird.


Die Aushärtezeit beträgt 2 bis 4 Stunden bei Haltungslängen von bis zu 50 m.

Nach der Aushärtung wird der Liner an den Schachteinbindungen mit Harz oder Mörtel angebunden und abgedichtet.


Vorteile:

  • grabenlos: im Vergleich zur offenen Bauweise meist große Kosten- und Zeiteinsparung: Bauumfeld wird weniger beeinträchtigt

  • statische Tragfähigkeit der Haltung wird erhalten bzw. wieder hergestellt

  • Verlängerung der Nutzungsdauer von Kanälen

  • unabhängig vom Altrohrmaterial und Querschnittsprofil einsetzbar



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