Ein tiefes Loch und Lärm neben dem Freibad



BAUSTELLE Seit Juni wird ein Regenrückhaltebecken errichtet. Trotz der Arbeiten fühlen sich nur wenige Anwohner belästigt. 

NEUMARKT - Im November 2015 wurden erstmals Pläne des Regenrückhaltebeckens, das neben dem Freibad entstehen soll, vorgestellt. Seitdem hat sich an der Baustelle an der Ecke Seelstraße/ Sandstraße einiges getan. Seit Juni wird dort Tag und Nacht gearbeitet - Lärmentwicklung inklusive.

Im Vergleich zum Regenrückhaltebecken an der Freystädter Straße sei das neben dem Freibad aber relativ klein. "Mit 5000 Quadratmetern erreicht das Becken an der Freystädter Straße noch einmal ganz andere Dimensionen", meint OB Thomas Thumann. Trotzdem sei dies eine der "größten und tiefsten" Baustellen im Landkreis.

Für den Oberbürgermeister stellt die Baumaßnahme eine Investition in die Zukunft dar. "Für mich ist diese Baumaßnahme der "Anfang des Themas Ganzjahresbad", äußert sich der Oberbürgermeister. Über dem Regenrückhaltebecken sollen etwas mehr, als 100 Parkplätze entstehen, die für das Ganzjahresbad angedacht sind.

Die Stadt sah sich dazu gezwungen, bei möglichen Überflutungen die städtische Kanalisation im Bereich der Seelstraße/Sandstraße durch den Bau des Regenrückhaltebeckens zu entlasten. "Weil die Errichtung der Trägerbohlwand einen großen zeitliche Aufwand verursacht, verzögerte sich die Deponierung der Bodenplatte", erklärt Michael Hacker von der Firma Scharnagl. Diese konnte allerdings letzte Woche schon deponiert werden.

Über ein Trennbauwerk in der Seelstraße erfolgt die Befüllung des Beckens. Drei StahlbeIüfter sind für die Reinigung des Beckens verantwortlich und nach Beendigung des Regens wird das gespeicherte Mischwasser über ein Entleerungspumpwerk dem Klärwerk zugeführt.
Abschließend bedankten sich alle Beteiligten für eine "konstruktive Zusammenarbeit mit den Anwohnern". Trotz der Bauarbeiten versuchen die Arbeiter den Lärm in Grenzen zu halten: "Es funktioniert gut, die Belästigung der Anwohner zu minimieren", so Werner Schütt, Leiter des städtischen Tiefbauamts.

DAS REGENRÜCKHALTEBECKEN
> Die Gesamtkosten für das Regenrückhaltebecken liegen bei rund
   drei Millionen Euro.
> Das Becken hat ein Volumen von etwa 2100 Kubikmetern
   und besteht aus insgesamt drei Kammern.
> Ziel des Beckens ist es, die hydraulische Überlastung
   der Kanalisation in der Seelstraße, Sandstraße und der
   Weiherstraße sowie kanalabwärts zu verbessern.
> Die Abmessungen des Beckens betragen 30 x 26 Meter
   bei einer Beckentiefe von rund dreieinhalb Metern.
> Die Reinigung des Regenrückhaltebeckens erfolgt
   über drei Stahlbelüfter.
> Im Juli 2017 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
> Die Baumeisterarbeiten erfolgen durch die Firma Scharnagl
   aus Weiden. Für die Maschinentechnik ist die Firma wks
   aus Dresden verantwortlich.

Foto: Münch
Artikel: Luis Münch
NEUMARKTER TAGBLATT - NM06
Ausgabe am 24.11.2016 - Seite 30